Spielplatz Norweger Straße, Berlin-Pankow

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AuftraggeberBA Pankow

Bausumme340.000‚¬

Datum2016

Tags: Spielplatz, Grünfläche, Denkmalschutz

Das Grundstück des Spielplatzes mit angrenzenden Mauerstreifen liegt unmittelbar östlich der Behmbrücke. Die westliche Grenze wird durch ein Reststück des Mauerstreifens, in dem auch noch ein Stück 'Hinterlandmauer' steht, markiert. Charakteristisch für das Grundstück ist der große Höhenunterschied des Geländes, welcher abgefangen und befestigt wurde.

Gestaltungskonzept 'Die Norweger-Bucht'
Einzelne kleine Nischen aus Findlingen und Spielhäusern sind auf dem ganzen Spielplatz verteilt und dienen als Behausungen der Wikinger. Unten auf Höhe der Norwegerstraße liegt der 'Hafen' als Einschnitt ähnlich dem Bild eines Fjordes. Ein Wal ist dort gestrandet, und stellt gleichzeitig mit seinem oberen Wanten-Gang und seinen Klettermöglichkeiten ein Fantasie-Schiff dar.

Die verschiedenen Höhen werden durch Rutschen und Wege überwunden, auf dem mittleren Niveau befindet sich der 'Thing-Platz'. Dort ist der Bereich für die kleineren Kinder mit einer Sandfläche, einer Nestschaukel und weiteren Einrichtungen. Zusätzlich befindet sich zahlreiches Strandgut in Form von angespülten Baumstämmen an den Hängen, die als Kletter- und Balanciermöglichkeiten ebenfalls zur Überwindung der Höhenunterschiede dienen. Die Baumstämme sind gehobelt und geschliffen, lange Edelstahlstangen fixieren die Baumstämme am Hang und dienen zugleich zum Klettern und als Aufstiegshilfe.

Entsprechend des Bezuges zu Norwegen wurden Kiefern, Birken und Ebereschen gepflanzt. Darüber hinaus wurden einige wertvolle Gehölze erhalten wie zum Beispiel ein beeindruckender Holunder. Die Weidenbüsche dienen als Hangbefestigung und bieten viele Versteckmöglichkeiten.

Der Schwerpunkt der Spieleinrichtungen liegt gemäß dem Ergebnis der Kinderbeteiligung beim Klettern, Schaukeln und Rutschen liegen.

Die Neuanlage des Asphaltweges nimmt den Straßenverlauf der Norwegerstraße auf und dient als Wirtschaftsweg für den Spielplatz. In der Parkfläche außerhalb des Spielplatzes wurden Bausteine des Konzeptes zum Mauerweg von Fugmann-Janotta (08/2013) aufgenommen. Dieses sieht Zierkirschen als Leitbäume (4 Bäume in der Neugestaltung) und den Erhalt der 'Hinterlandmauer' vor. Seitlich des oberen Einganges an der Treppenanlage zur Behmstraße befindet sich eine Aussichtsterrasse, die den weiten Blick über die Bahnanlagen(umgangssprachlich als 'Ulbricht-Kurve' bezeichnete Gleisabschnitt) und zur Bornholmer Brücke gewährt (skjoennhet utsikt = schöne Aussicht). Am unteren Ende der Mauer bilden zwei Sitzstufen den Abschluss zum Ende der Norwegerstraße.